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REVIEW - Symposium HANDMADE TALES

Aktualisiert: Sept 22

Vom 24.11. – 04.12.2020 fand das Symposium HANDMADE TALES – Craft in Contemporary Art Studies an der HfBK Dresden im Rahmen des EU4ART Projektes und in Kooperation mit der Staatlichen Kunstsammlungen und deren Symposium DIVERSITY ART LIFE – Wie leben und lernen Museen und Kunsthochschulen Diversität aktiv, statt.

Als hybrides Format angelegt, überzeugte das Symposium HANDMADE TALES – Craft in Contemporary Art Studies, in vielerlei Hinsicht. So stand die erste Woche ganz im Zeichen einer digitalen Vortragsreihe, die sich übergeordnet den thematischen Schwerpunkt der Auseinandersetzung von Kunsthandwerk und handwerklichen Praktiken im Kontext künstlerischer Lehre an Kunsthochschulen widmete. Eine digitale Live-Schalte ermöglichte es dem Zuschauer und Hörer problemlos den Vorträgen von Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Markus Kiefer zum Thema „Handwriting“, von Ph.D. Till Ansgar Baumhauer zum Thema „Tacit Knowledge, or: Drawing for Science with the Eyes of an Artist“ sowie von Dr. Tanja Klemm und Stephanie Dieckvoss zum Thema „Teaching at Art Academies worldwide“, beizuwohnen und einer anschließenden Round Table Discussion zu folgen, bei der neben den zugeschalteten Vortragenden, Cornelia Renz (Künstlerin), Prof. Barbara Wille (Orientierungsphase, HfBK Dresden), Magnus Quaife (Manchester School of Art) und Elise Beutner (ehemaligen Studierenden, HfBK Dresden und wissenschaftlichen EU4ART-Mitarbeiterin) teilnahmen. Durch das Programm leitete der Direktor des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Thomas Geisler. Alle Vorträge sowie die Diskussionsrunde wurden aufgezeichnet und befinden sich derzeit in der Aufbereitung.

Die zweite Woche widmete sich dem analogen „Kunstmachen“. Leider konnten Studierende der Partnerakademien, an den Workshops von Cornelia Renz zur Radierung, von Jan Brokof zu Blockdruck und Holzschnitt und von Adrienne Goehler zu Kunst und Nachhaltigkeit, aufgrund von Corona, nicht teilnehmen. Den Studierenden der HfBK Dresden hingegen eröffneten sich in dieser Workshop-Woche vielerlei Perspektiven zum Umgang mit Material und Techniken. Besonders die Arbeit in der Grafikwerkstatt Dresden, ebenfalls ein assoziierter Partner von EU4ART, war dabei eine einzigartige und tolle Möglichkeit in die Radierung einzutauchen. In ihrem Workshop zum Thema Nachhaltigkeit gab Adrienne Goehler viele neue Denkanstöße, die bereits bei der Wertschöpfung des Materials beginnen. Auch hier war die Kamera ein stetiger Begleiter, wodurch die Workshopwoche digital festgehalten und im Sinne der Nachhaltigkeit dokumentiert wurde. Als kleines Fazit lässt sich festhalten, dass neben dem inhaltlichen Input und Austausch, die hybride Form aus digitalen und analogen Momenten, das Symposium, nicht nur für die Organisatoren, sondern auch für alle interessierten Zuhörer und Mitwirkende eine besondere Herausforderung darstellte, aber viele interessante Denk- und Gestaltungsräume offerierte, die für zukünftige Formate mitgedacht werden sollten.




Tagungsband "HANDMADE TALES + DIVERSITY ART LIFE"


Handmade_Tales_digitale_Version
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